Internetkonzerne mischen US-Lebensmittelgiganten auf

Amazon kauft „Whole Foods Market“ um 13,7 Milliarden Dollar!

 

 

Nestle steigt bei "Freshly" mit 77 Millionen Dollar ein.

 

Diese Deals werden dem Geschäft mit Lebensmitteln eine neue Richtung geben.  Die mächtige Fastfood Industrie geht neue Wege. Neue Trends, wie die Nachfrage nach gesünderen Lebensmitteln, führen zu Umschichtungen, bei denen viel Kapital bewegt wird. Interessant dabei ist, dass Internetkonzerne, wie Amazon, auf geänderte Konsumgewohnheiten setzen und gehörig in die Lebensmittelbranche investieren.

 

Zuerst kündigte der E-Commerce Gigant Amazon an, den auf gesunde Lebensmittel spezialisierten Marktführer “Whole Foods Market (WFM)” um 13,7 Milliarden Dollar zu kaufen. Jetzt steigt auch Nestle in den Ring.

 

Nestle USA beteiligt sich mit 77 Millionen US Dollar gemeinsam mit anderen Investoren, wie Highland Capital Partners, Insight Venture Partners und White Star Capital an dem Startup Unternehmen “Freshly”.

 

Was hat „Whole Foods Market“ mit „Freshly“ gemeinsam? Wie schon der Name sagt, sind beide Konzerne im Handel mit frischen gering verarbeiteten Lebensmitteln tätig. Diese Konzerne bereiten sich auf weitere Wachstumsphasen vor. Die Analysen gehen davon aus, dass die Nachfrage nach gesunden, frischen, gering verpackten Lebensmitteln steigen wird. Ein Zeichen, dass sich immer mehr Menschen in den USA von Fastfood abwenden. Die Zukunft wird weisen, ob die Verbindung von Internetkonzernen mit dem Lebensmittelhandel auch die Qualität steigert. Der amerikanische Konsument ist scheinbar besser aufgeklärt als der europäische. Aus diesem Grund sind die Fastfood Konzerne in den USA gezwungen auf ein zusätzliches Standbein zu setzen.

Aufklärung über Zucker zeigt Wirkung: Nestle zieht sich aus Ikonen des süßen Geschäfts zurück

Der Einstieg bei Freshly fällt mit der Ankündigung von Nestle zusammen, man überlege den Verkauf der führenden Marken im Süssigkeitengeschäft, wie die populären Candy-Riegeln Butterfinger, Baby Ruth und 100Grand.

 

 

Ist Butterfinger billig zu haben, wenn es Nestle USA loswerden will? 

Paul Grimwood, der Vorsitzende und CEO von Nestle USA in einem Statement:

 

“Der Einstieg bei Freshly gibt uns nicht nur Zugang zu wachsenden Märkten, sondern schafft auch wechselseitige Vorteile für beide Gesellschaften. Nestle wird die fortschrittlichen Analysen und die effektiven Verteilungsnetze nutzen und Freshly wird von uns bei Forschung und Entwicklung (R&D), und unserem Fachwissen über Ernährungs und Verarbeitung profitieren”.

Freshly, 2015 in New York gegründet, verkauft vorverpackte gesunde Lebensmittel durch ein wöchentliches Online-Service und bietet glutenfreie, proteinreiche und vegetarische Menüs an.

Erwartungen niedrig halten!

Lassen wir uns überraschen, was Freshly, jetzt unter der Führung von Nestle unter gesunden Lebensmitteln versteht. Ob auch kohlenhydratarme Lebensmittel zur Auswahl stehen, wird der amerikanische Konsument mitbestimmen. Ist die Nachfrage groß genug, wird sich der Konzern nicht scheuen, auch diese Bedürfnisse zu befriedigen. Nur muss immer bedacht werden, dass nicht so sehr der Konsument im Mittelpunkt steht, sonder die Gewinnerwartungen der Aktionäre. Wie wir wissen, gibt es eine Menge von Täuschungsmanövern, die in Werbekampagnen verschleiert werden.

Mit welcher Strategie arbeitet Nestle immer noch in Deutschland? Machen auch Sie Druck und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Petition von Foodwatch gegen die Praktiken von Nestle bei uns:

Foodwatch schreibt:

Zuckrige Frühstücksflocken als "guter Start in den Tag" oder fettig-salzige Würstchen für das Immunsystem von Kindern: Selbst ungesunde Produkte werden oft beworben, als wären sie Wundermittel für die Gesundheit. Mehr als 31.000 Menschen haben dagegen schon bei Nestlé, Aldi und Co. protestiert. Doch die Unternehmen reden sich raus.

Hier geht’s zur Aktion: GESUNDHEITSSCHWINDEL STOPPEN

Quelle:

http://www.foxbusiness.com/features/2017/06/20/nestle-leads-77m-funding-round-in-healthy-meal-startup.html