NDR Visite: Warnung vor Rapsöl

Welches Fett sollen wir in der Küche verwenden? Kurz zusammengefasst: Fett mit einem hohen Anteil von gesättigtem Fett, wie Butter, Butterschmalz, Kokosfett, sind gesünder als alle beworbenen Pflanzenöle.

 

Warum das so ist, erklärt Dr. Anne Fleck in der aktuellen Sendung Visite auf NDR:

Rapsöl: Krebserregende Stoffe vermeiden

 

Dr. Fleck weist darauf hin, dass Rapsöl reich an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ist. Durch Erhitzen werden diese aber zerstört. Beim Anbraten werden obendrein krebserregende Stoffe, wie Transfette, gebildet.

Omega-3 aus Pflanzenöl ein Werbegag!

Gering verarbeitetes, kalt gepresstes Rapsöl sollte höchstens für Salat und nicht erhitzt verwendet werden. Das gute Verhältnis der Omega-6 zu Omega-3 Fettsäure (2:1) ist leider auch nicht von Bedeutung. Der menschliche Körper muss die in Rapsöl vorhandene Omega-3 Fettsäure in essentielle Fettsäuren EPA und DHA weiterverarbeiten. Dazu ist er nur beschränkt in der Lage. Der Körper ist auf fertige EPA und DHA angewiesen, die er überwiegend aus tierischer Nahrung aufnehmen muss. Auch wenn „Reich an Omega-3“ auf der Flasche steht, kann der Körper damit nichts anfangen.

 

Aber: Rapsöl ist trotzdem nicht so schlecht wie andere Pflanzenöle. Denn es hat den geringsten Anteil an den entzündungsfördernden Omega-6 Fettsäuren. Es verschont uns vor einer zu großen Aufnahme von Omega-6 Fettsäuren.

Wussten Sie....

..... dass Rapsöl erst ab den 1970-er Jahren in steigendem Ausmaß produziert wird?  

 

Wegen seiner Bitterstoffe wurde Rapsöl bis dahin kaum für Ernährung verwendet, sondern als Lampenöl, Schmiermittel oder zur Seifenherstellung eingesetzt. Ab den 1970-er Jahren gelang es, Sorten zu züchten die frei von Bitterstoffen waren. Damit hat sich Raps zur weltweit dominierenden Ölpflanze entwickelt. In den 2000-er Jahren wird der Raps verstärkt zu Kraftstoffen verarbeitet. Biokraftstoffe, die nichts mit biologischem Landbau zu tun haben, bilden heute die meist verbreitete Verwertung der Rapspflanze. Ein Treibstoff für unsere Motoren, aber nicht für unsere Körper.

 

Dazu ein Zitat von Nina Teicholz:

„Es ist besser, pflanzliche Öle zum Schmieren deines Autos zu verwenden als deinen Körper damit anzuheizen. Hoch verarbeitet werden sie  im Körper instabil, oxidieren und verursachen Entzündungen“.

Wohl ein bisschen schärfer ausgedrückt als es Dr. Anne Fleck auf NDR zu sagen wagt.

 

Wenn Sie genau wissen wollen, wieviel Einsatz von Chemie nötig ist um aus Raps Speiseöl zu erzeugen, dann betrachten sie das folgende YouTube Video:

Mehr zu Nina Teicholz

Fakten über Rapsöl bei Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Raps%C3%B6l

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Kommentare: 2
  • #1

    GünterB (Donnerstag, 30 März 2017 08:56)

    Die Überschrift: "NDR Visite: Warnung vor Rapsöl beim Braten" wäre wohl besser gewesen. Der Erfolg von Johanna Budwig mit ihrer Öl-Eiweiß-Kost beruht wohl auf dem, im Beitrag erwähnten, guten Omega3/Omega6-Verhältnis in Leinöl. Also wenig Omega6. Besonders schlecht ist das Verhältnis ua. auch in Sonnenblumenöl.

  • #2

    Daniele (Donnerstag, 30 März 2017 09:11)

    Ach die Frau Fleck kommt langsam auch dahinter. Hatte mit ihr auch mal eine Diskussion wegen dem hohen Omega3 Gehalt von Leinöl. Leinöl empfiehlt sie auch weiterhin in ihrer Sendung "Die Ernährungsdocs ".
    Schön das sie langsam auch die Studien gelesen hat und gesättigtes Fett nicht mehr verteufelt.

    LG
    Daniele