Der Präsident der World Heart Federation sagt:  Fett schützt das Herz, Kohlenhydrate sind schädlich!

Ein weiterer Wendepunkt in Ernährungsfragen wird vom Kardiologenkongress in Davon gemeldet. Dort hielt der Vorsitzende der World Heart Federation, Prof. Salim Yusuf, einen revolutionären Vortrag. Was die Deutsche Gesellschaft für  Interne Medizin zaghaft andeutet (siehe Blogartikel), klingt auf internationalem Niveau schon deutlich radikaler:

  • "Wenn Kohlenhydrate 40 Prozent übersteigen, steigt auch das Risiko für Herzkreislaufkrankheiten deutlich an. Fett hingegen schützt das Herz".
  • "Im Gegensatz zur verbreiteten Meinung findet die gegenwärtige Empfehlung, gesättigtes Fett zu reduzieren, keine wissenschaftliche Grundlage". Siehe YouTube Video min. 20:20.
  • "Sie haben bestimmt schon von dem Buch `The Big Fat Surprise´von Nina Teicholz gehört. Sie hat die Welt der Ernährungswissenschaft erschüttert und sie hat recht". Youtube Video min. 20:33.
  • "Die Studien von Ancel Keys, die die Grundlage der Fettangst bilden, sind wissenschaftlicher Betrug".

Am 12. Februar trat Dr. Salim Yusuf vor die versammelten Ärzte am Kongress für Kardiologie in Davos, Schweiz, und stellte, wie auf YouTube zu sehen ist, fest:

 

Gesättigtes Fett kann zwar das LDL Cholesterin geringfügig erhöhen, hat aber keinerlei Auswirkungen auf Herzkreislauferkrankungen (Cardio Vascular Disease, CVD). Wahrscheinlich hat es sogar einen leicht schützenden Effekt. Mehrfach ungesättigte Fette verhalten sich eher neutral.

 

Die Einnahme von großen Mengen Kohlenhydraten steht zumeist in Verbindung mit CVDs.

 

Der Konsum von Obst und Gemüse hat geringen oder gar keinen Einfluss auf CVDs – genauso wenig wie Fisch. Dr. Yusuf fragt sich, worauf sich die Empfehlungen täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen, stützen. Derartige Mengen an Gemüse finden in Studien keinen positiven Nachweis.

 

Bei Hülsenfrüchten – Bohnen und dergleichen, haben Studien nachweislich eine günstige Wirkung gezeigt.

 

Die gängigen Empfehlungen zum Salzkonsum sind komplett falsch und viel zu niedrig angesetzt. Für Menschen, die keinen hohen Blutdruck haben, erhöht niedriger Salzkonsum die Sterblichkeit. Anders ausgedrückt, hoher Salzkonsum schadet nicht.

 

Empfohlen wird auch die vermehrte Zufuhr von Kalium.

 

Kommentar:

Wenn ein weltweit führender Wissenschaftler so deutliche Aussagen trifft, ist es ein Zeichen, dass große Veränderungen bevorstehen. Bestimmt war diese klare Abgrenzung auch für ihn keine leichte Entscheidung. Mit dem Auftritt vor dem Kardiologenkongress hat Dr. Yusuf klar gemacht, wohin die Reise geht. Die Mainstream-Medizin wird wohl noch einige Zeit in Schockstarre verharren. Sie muss diese Aussagen erst einmal verdauen und wird erst langsam und vorsichtig ihre eingelernten Ansichten überprüfen. Mit Grundkenntnissen der englischen Sprache kann die Allgemeinheit über das Video (mit englischen Untertiteln) die Diskussion verfolgen.

 

Wer dem Vortrag mit einem kritischen Blick folgt, erkennt, dass die Forschungsarbeit von Dr. Yusuf auf Beobachtungsstudien beruht. Diese Art der Studien zeigen an sich noch keinen kausalen Zusammenhang zwischen Ernährungswahl und Krankheiten. Dr. Yusuf ist nicht nur Kardiologe sondern auch Epidemiologe. Immerhin kann er sich für seinen Vortag auf Daten von 150.000 Menschen aus 17 Ländern stützen. Es lohnt sich daher, seinen Ausführungen zu folgen. Eine ständig wachsende Zahl randomisierter Interventionsstudien bestätigen die die Ergebnisse von Dr. Yusuf. Ernährungsversuche an Menschen können nicht über viele Jahre mit 100.000-en Teilnehmern durchgeführt werden. Daher sind epidemiologische Studien zur Absicherung des aktuellen Wissens ein notwendiges Korrelativ.

Salim Yusuf OC, geb. 1952, ist ein kanadischer Epidemiologe und Kardiologe. Er arbeitet als medizinischer Professor an der kanadischen McMaster University in Hamilton Ontario.

Das Forbes Magazine aus dem Jahr 2012 (Foto) berichtet über Dr. Salim Yusuf:

 

Die McMaster Universität in Kanada ehrte Dr. Salim Yusuf mit dem zweiten Platz unter den „heißesten“ wissenschaftlichen Forschern, nach den Kriterien von „Thomas Reuter´s Science Watch“, einem weltweiten Ranking von wissenschaftlichen Publikationen.

Englischsprachige Artikeln zum Thema:

https://drmalcolmkendrick.org/2017/02/15/what-causes-heart-disease-part-xxvi/

https://www.dietdoctor.com/world-heart-foundation-president-fat-protective-carbs-harmful

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