Wenn Karfiol wie Reis schmeckt, dann ist es LOW-CARB

Kochsendungen kommen in den verschiedensten Fernsehkanälen gut an. Jetzt finden auch immer häufiger Haubenköche Gefallen an kohlenhydratarmen Rezepten. Nicht schlecht, denn so wird bekannt, dass ein Übermaß an verarbeiteten Kohlenhydraten direkt in Übergewicht mündet. Es nützt nichts. Nur wer selber kocht, weiß was sich im Essen versteckt.

 

Puls 4 nennt sein Kochformat „Koch mit Oliver“. Nicht der britische Medienstar Jamie Oliver erscheint im Bild, sondern der österreichische Haubenkoch Oliver Hoffinger. Sein Motto „Koch dich schlank“ durchzieht alle Sendungen, denn sein Erfolgsrezept ist der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate. Wie hier im 7-minütigen Beitrag „Paprika-Hendl mit Karfiolreis“.

Ja, richtig, Karfiolreis ist ein körnig-weißes Gericht, das nur wie Reis aussieht und genauso gut schmeckt. Der anwesende „Stargast“, der Sendungsverantwortliche Fabian J. Holzer, versucht dem Starkoch immer wieder seine Geheimnisse zu entlocken.

Fabian will nicht verstehen, dass Oliver fettarme Crème fraîche verwendet. „Es heißt doch immer, fettreduziert ist ungesund, böse?“ fragt Fabien. „Wir geben auch nicht allzu viel rein, in diesem Fall funktioniert das“, so die Antwort des Experten. Was jetzt – ist fettarm gut oder schlecht? Der Experte drückt sich vor einer klaren Antwort. Keine Zeit in einer Kochshow.

 

Expertise: Eine normale Crème fraîche hat 32% Fett. Fettreduzierte Marken gibt es zwischen 12 bis 15 %. Das allein ist noch nicht genug. Die fettarme Variante enthält ein Drittel  mehr Zucker (4,1% statt 3%)!

 

Mit der Butter steht der Haubenkoch leider immer noch auf dem Kriegsfuß. „Ein Miniklex Butter“, oder „ein bissi Butter“, wie es so schön auf Österreichisch heißt. Und das wegen der Kalorien?

 

Die Haut des Hähnchens muss weg. Klar, es geht um ein Gulaschgericht. Aber was ein Hähnchen von selbst schmackhaft macht, ist das Fett, das sich unter der Haut verbirgt. Der Zuseher ist erleichtert. Denn diese Art der Zubereitung macht doch nicht dick, oder?

Lieber Herr Oliver!

 

Ihre Kochsendungen sind eine Bereicherung. Sie helfen den Menschen beim Abnehmen. Aber solange Sie Angst vor Fett verbreiten, fehlt etwas ganz wichtiges: Der Geschmack und die anhaltende Sättigung. Auf Fett zu verzichten heißt mehr Protein zu essen und bald wieder im Hungermodus zu landen. Das mündet oft in einer vorübergehenden Diät und ist nicht besonders geeignet für einen langfristigen Ernährungsstil. Ohne Kohlenhydrate kann man relativ schnell einmal abnehmen. Aber was isst man an ihrer Stelle? Eiweiß vielleicht? Auch überschüssiges Eiweiß wird zu Glukose und wiederum als Köperfett gespeichert. Es bleibt nur das Fett. Denn gesättigtes Fett, wie es aus tierischer Nahrung zur Verfügung steht, spendet Energie und Nähstoffe und ist kein Dickmacher. Auch wenn die Medien immer noch davor warnen.

 

Liebe Freunde des edlen Genusses!

 

Kochen Sie wie Oliver, aber sparen Sie nicht mit Butter, Sahne oder Crème fraîche. Braten Sie mit Kokosfett! Nur kein gehärtetes Kokosfett (wie in der Sendung angedeutet), denn dieses ist chemisch verändert. in seiner natürlichen Form ist Kokosfett bis 230 Grad erhitzbar und kann nicht verbrennen. Alle anderen Pflanzenfette reagieren auf hohe Temperaturen viel empfindlicher.

 

Ab geht’s, mit Spaß in die Küche, nachkochen und „Fett sei Dank“ ein wohliges Sättigungsgefühl erleben.

Weitere Rezepte: http://www.puls4.com/kochmitoliver

Zur Seite von Oliver Hoffinger:

http://www.oliverhoffinger.com/Oliver_Hoffinger/Oliver_Hoffinger.html

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