Cholesterin-Mythos widerlegt: Nicht Blutfette, sondern Versorgungsstörungen der Arterienwand lösen Verkalkung aus

Die Epoch Times vom 18.1.2017 schreibt:

"Wie entsteht Arteriosklerose? Die seit Jahrzehnten vertretene Lehrmeinung geht von einer „Verkalkung" der Arterien aus, weil sich Fette aus dem Blut an der Innenwand der Blutgefäße anlagern. Der Herzchirurg Professor Dr. Axel Haverich vertritt jedoch in seinem aktuell in der Fachzeitschrift „Circulation“ erschienenen Artikel eine ganz andere Theorie: Die Fettablagerungen kommen nicht aus dem Blut, sondern sind vielmehr Überreste abgestorbener Zellen der Gefäßwand. „Während hunderter Bypassoperationen konnten wir feststellen, dass immer nur bestimmte Abschnitte der Herzkranzgefäße verkalkt waren, während dasselbe Gefäß an anderen Stellen niemals krankhaft verändert ist“, berichtet Professor Haverich". Weiterlesen, zum vollständigen Artikel.

Bild: Holger Hollemann in

http://www.haz.de/Ratgeber/Gesundheit-Schoenheit/Aktuelles/Herzchirurg-Infektionen-oft-Ursache-fuer-Arterienverkalkung

Jahrzehntelang galten erhöhte Blutfette als Verursacher von Verkalkungen der Herzkranzgefäße. An allen Ecken und Enden zerbröselt diese Hypothese und es herrscht Verunsicherung. Langsam machen auch bei uns Wissenschaftler aufmerksam, dass vielleicht auf das falsche Pferd gesetzt wurde.

 

Dazu ein Zitat des Internet Nachrichtendienstes Aponet :

 „Professor Dr. Axel Haverich von der Medizinischen Hochschule Hannover stellt eine neue Theorie vor, die die gängige Lehrmeinung in Frage stellt. Die Theorie des Herzchirurgen geht davon aus, dass nicht Fette aus dem Blut, sondern Versorgungsstörungen der Arterienwand zu Ablagerungen in der Gefäßinnenwand führen und eine Arterienverkalkung auslösen“.

Auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 17. Jänner 2017 stellt diese Frage:

                     „Sind Blutfette nicht an Arteriosklerose schuld?“

 

Ein Pflaster ist nicht die Ursache einer Verletzung

Nach gängiger Lehrmeinung würde zu hohes Blutfett Ablagerungen auslösen. Dr. Haverich weist aber darauf hin, dass es Entzündungen sind, die zum Absterben von feinsten Blutgefäßen in der Gefäßwand, den sogenannten Vasa Vasorum, führen. Der Zellmüll wird entsorgt und die Wunde wie durch ein Pflaster abgedeckt. Diese Schutzmaßnahme, die durch das körpereigene Immunsystem geleitet wird, lässt die Plaque zurück. Im Volksmund sprechen wir von Verkalkungen, also Engstellen in den Herzkranzgefäßen. Wenn sich diese lösen und in die Blutbahn geraten, kann es zu Verstopfung mit Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Ist jetzt das Pflaster Schuld an der Krankheit oder liegt die Ursache ganz woanders, nämlich in einer bis jetzt unbeachteten Grunderkrankung? Natürlich, wenn sich das Pflaster ablöst und in den Blutkreislauf gelangt, kann es ganz schön viel Unheil anrichten. Dass das Pflaster aus Cholesterin, Blutfetten, Protein, Kalzium besteht, zeigt, über welch ausgeklügeltes Reparatursystem unser Körper verfügt.

Noch eine interessante Entdeckung bestätigt die Bedenken von Dr. Haverich, dass Blutfette nicht ursächlich wirken können: warum tritt Plaquebildung nur in solchen Blutgefäßen auf, die von den Vasa Vasorum versorgt werden, während andere Gefäße, die von Muskelgewebe umgeben sind und durch sie versorgt werden, frei von Ablagerungen durch Plaque bleiben?

                                                                                         

Dr. Haverich warnt als Konsequenz seiner Erkenntnisse vor allzu häufiger Verschreibung cholesterinsenkender Medikamente (Statine). Nur bei 5 % der Infarktpatienten seien diese sinnvoll. Und zwar für jene, die auch an einer Fettstoffwechselstörung leiden.  „Bei vielen anderen sollte man die Therapie wirklich überdenken“, urteilt der Forscher gegenüber der HAZ.

 

Aus seiner Theorie leitet Haverich Tipps zur Vorsorge der Arteriosklerose ab: In erster Linie gilt es Infektionen zu verhindern, wozu gute Lebensgewohnheiten mit gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung beitragen. Dabei helfen auch regelmäßige Schutzimpfungen und die Sanierung von chronischen Entzündungen, und nicht zu vergessen, körperliche Aktivität.

 

Aus Sicht der Ernährung muss ich darauf hinweisen, dass unsere westliche Ernährung häufig Ursache von chronischen Entzündung ist. Zahnfleischentzündungen werden oft mit Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Erhöhter Blutzucker schädigt die feinsten Nervenzellen in der Retina des Auges oder die feingliedrigen Nerven in der Peripherie, wie in Nieren und Füssen. Kein Wunder, dass auch die Blutgefäße in den Arterienwänden betroffen sein können. Es zeigt sich wieder, dass eine Ernährung, die den Blutzucker stabil hält, der Gesundheit enorm zu gute kommt. Eine Reduktion von Kohlenhydraten, wie sie sich unter der Bezeichnung LCHF (Low-Carb, High-Fat) bewährt hat, kann eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme in Sinne von Dr. Haverich sein, da diese vor chronischen Entzündungen schützt.

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