Paradigmenwechsel geht weiter: British Medical Journal steht zu Nina Teicholz.

Nina Teicholz ist die Autorin des Wissenschaftsthrillers „The Big FAT SURPRISE, Wy Butter, Meat & Cheese Belong in a Healthy Diet“. Nach heftigen Protesten hat das Wissenschaftsjournal BMJ ihre Hypothesen nocheinmal bestätigt und im Konflikt mit „ehrwürdigen Eliten“ Haltung bewahrt.

 

Zu ihrem Blog: http://thebigfatsurprise.com/blog/

Das British Medical Journal (BMJ) gehört zu den angesehensten und ältesten wissenschaftlichen Journalen. Es gilt als große Auszeichnung, wenn in diesem Journal eine Studie Beachtung findet. Unter der Führung der Chefredakteurin Fiona Godlee (Blogartikel) scheut das Institut auch vor einem harten Kampf mit den alten Eliten nicht zurück.

 

Nunmehr hat das Journal festgestellt, dass es an dem richtungsweisenden Artikel von Nina Teicholz über die mangelhaften wissenschaftlichen Begründungen der U.S.-amerikanischen Ernährungsempfehlungen festhält. Die Aufregung bei jenen, die um ihr Image besorgt sind, ist groß, auch die Freude derer, die neue Wege aus der verfahrenen Situation suchen.

 

Ein weiterer Schritt im Paradigmenwechsel zur Verbesserung der Volksgesundheit ist gemacht.

 

180 etablierte Professoren und Ernährungsexperten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens konnten mit ihrer geballten Macht das Wissenschaftsjournal nicht überzeugen, den Artikel zurückzunehmen.

 

Hier die Antwort von Nina Teicholz auf die Nachricht, dass das BMJ hinter ihrem Artikel steht.

Ein aus dem Englischen übersetzter Artikel von Robert Schönauer.

Liebe Freude,

 

Ich kann eine gute Nachricht verkünden. Das BMJ hat mitgeteilt hat, dass es meinen Artikel nicht zurückziehen wird. Dieser Artikel kritisiert die Auswahl von wissenschaftlichen Arbeiten, auf Grund derer die amerikanischen Ernährungsempfehlungen verlautbart wurden. Das BMJ stellte sich ausdrücklich hinter meinen Artikel, was auch durch folgenden Kommentar der Chefredakteurin des BMJ, Fiona Godlee bezeugt wird:

 

 „Wir stehen hinter dem Artikel von Teicholz samt ihrer zentralen Kritik an der Vorgangsweise des beratenden Komitees bei der Beweisführung, und wir wiederholen ihre Schlussfolgerungen: ´Angesichts der ständig wachsenden Zahl von Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten, und dem Misslingen der eingesetzten Strategien um dagegen anzukämpfen, gibt es einen akuten Bedarf nach Ernährungsempfehlungen, die auf solider wissenschaftlicher Arbeit basieren´“.

 

Die Washingtoner Interessensvertretung „Center for Science in the Public Interest (CSPI)“ beantragte die Rücknahme des Artikels, und fand mehr als 180 Forscher für die Unterzeichnung – tatsächlich einer der größten Versuche in moderner Zeit, einen Artikel zurückzunehmen. Das CSPI war auch jene Organisation, die in diesem Jahr die Rücknahme meiner Einladung zur Food Policy Conference betrieb. Eine Petition gegen diese Absicht, die von vielen meiner Leser unterzeichnet wurde, blieb leider erfolglos.

 

Schlussendlich waren die Fehler in meinem BMJ-Artikel trivial und hatten keine Behauptung in diesem Dokument verändert.

 

Welche Behauptung machte meinen Artikel so gefährlich, dass er aus dem wissenschaftlichen Archiv entfernt werden sollte? Es waren bahnbrechende Schlussfolgerungen – die bereits zum dritten Mal von unabhängigen Expertengremien überprüft worden waren und als Korrekt bestätigt wurden:

  • Der Expertenbericht, der die Grundlage für die Ernährungsempfehlungen bilden, besteht aus ungenauer Überprüfung der Forschungsarbeiten.
  • Die Mehrzahl der strengen wissenschaftlichen klinischen Studien wurde ignoriert (und das schon seit Jahrzehnten)
  • Die Analysen der Hauptprobleme – inklusive über gesättigtes Fett und kohlenhydratarme Ernährung – wurden nicht ordnungsgemäß durchgeführt.
  • Die von den Behörden empfohlene Kost basiert nur auf „einer winzigen Anzahl streng erhobener Daten, die zeigen, dass diese Ernährung Krankheiten, wie Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten verhindern sollte“.
  • Insbesondere basiert die erst neu bewertete „vegetarische Kost“ auf Beweisen, von der der Expertenbericht selbst erklärt, diese seien „nicht endgültig“, was so viel bedeutet, wie den niedrigsten Grad an Beweiskraft.

Andere Ergebnisse des Artikels werden in meinem Kommentar, der im BMJ erschienen ist, aufgelistet. Trotz genauester Überprüfung hält mein Artikel und er gibt auch wichtige Informationen, wie wir Krankheiten, die unsere Nation lahmlegen, besser bekämpfen können.

 

Weiter unten stehen alle dazugehörenden Links – inklusive mein eigener Kommentar und der von Fiona Godlee.

 

Selbstverständlich ist es ein schönes Gefühl, dass diese Angelegenheit nicht mehr auf mir lastet. Ich werde auch weiterhin über Ernährungsforschung und Politik berichten – und melde mich alle drei bis vier Wochen mit einem Newsletter. Hier geht es zur Bestellung.

 

Freundliche Grüße

Nina

 

P.S.

Eine gute Zusammenfassung der Geschichte: FoodMed.Net schreibt:

         Sieg für Teicholz in der Schlacht um die Butter

FoodMed.Net: Victory for Teicholz in Battle of Butter

Und hier meine Kommentare über das CSPI und seinen Umgang mit der Wissenschaft .

 American Council on Science and Health: How CSPI Undermines Science, Nutrition, and U.S. Dietary Guidelines

         Wie das CSPI die Wissenschaft, Ernährungsempfehlungen und die U.S.                                     Ernährungsempfehlungen unterminiert.

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