Süße Irreführung mit bitterem Nachgeschmack

Süße Krankmacher. Beitrag in der ZDF-Sendung Frontal 21 am 01.11.2016

Geschätzte 7 Millionen Diabetiker weisen auf die größte Volkskrankheit, die Zuckerkrankheit, in Deutschland hin. Die Langzeitfolgen sind Herz-und Nierenschäden, Nervenstörungen oder Verlust der Sehkraft. Das alles wegen zu viel Zucker, der sich in der Nahrung versteckt. Es hilft nichts, wenn ein Diabetiker auf Kuchen und Schokolade verzichtet und sich Brot, Nudeln und Pasta schmecken lässt. Auch die Aufschrift „zuckerfrei“ sagt nur aus, dass kein Haushaltszucker verwendet wurde.


 

Bundesverband Der Deutscher Süßwarenindustrie       (BDSi):

 

 

Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ):

 

 

 

 

Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BBL), ein Interessensvertreter der Lebensmittelindustrie:

 

 

Zuckerkonsum ist nicht für das Entstehen von Diabetes verantwortlich“

 

 

„Der Verzehr von Zucker hat jedoch per se keinen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit“

 

 

„Es gibt objektiv keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Zucker für die Entstehung von Übergewicht und Diabetes Typ-2 verantwortlich ist“


Diese Zitate aus dem Video von Frontal 21 sind vielsagend. Diese Verkaufsorganisationen geben wissenschaftliche Arbeiten in Auftrag, wodurch es ihnen immer wieder gelingt, die Gefahr, die von Zucker ausgeht zu verharmlosen. Nicht anders verlief der Kampf gegen die Tabakkonzerne (Werbeverbote, Schutz Jugendlicher, Tabaksteuern). Auch die Besteuerung von Alkopops hatte eine lange Vorlaufzeit. Jetzt ist es Zeit, das Lügengebäude der Zuckerindustrie zum Einsturz zu bringen. Nur wird der Kampf gegen Big Sugar länger dauern uns schwieriger werden. Parteien lassen sich gerne von der Lebensmittelindustrie unterstützen. Die Lebensmittelindustrie stellt die viertgrößte Industriesparte der Welt dar und sorgt nicht nur für Arbeitsplätze und Einkommen, sondern ist auch ein Zulieferer des Gesundheitswesens mit immer neuem Menschenmaterial.

Ein aufschlussreicher Beitrag von Frontal 21.

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