Was tun bei Zuckersucht? Empfehlungen von Experten.

Ein riesiges Folgeproblem des Zuckerkonsums wird in deutschsprachigen Ländern selten offiziell angesprochen. Während man weiß, dass Diabetes und Herzkreislaufkrankheiten durch hohen Zuckerkonsum verursacht werden, gibt es für das Krankheitsbild der Zuckersucht noch keine klare Definition. Zucker kann süchtig machen, wie Rauchen oder Alkohol. Auch bei uns wird es Zeit, die Zuckersucht ernst zu nehmen und sie nicht als Willensschwäche oder Nachgiebigkeit zu deuten. Zuckersüchtige brauchen Verständnis und Hilfe! Kinder und Jugendliche müssen vor Werbung für zuckerhaltige Getränke geschützt werden, genau wie bei Alkohol und Nikotin!

Woran man eine Zuckersucht erkennt und was man dagegen tun kann, zeigt uns ein Artikel auf der Seite NutritionAdvance von Michael Joseph vom 24. August 2016.

 

Er stützt sich auf die langjährigen Erfahrungen von Karen Thomson, einer Ernährungs – Kämpferin; eine bekennende „geheilte Zuckersüchtige“, die die Aufgabe übernimmt, die Zuckersucht in großen Medien bekannt zu machen.

Eine kurze Geschichte des Zuckers

Zucker, dieses süße, weiße Pulver, ist ein Teil unseres täglichen Lebens. Wenn wir darüber reden, müssen wir seine Rolle in unserer Gesellschaft einbeziehen. Er ist eine Gefahr für unsere Kinder, denn er versteckt sich in vielen Lebensmitteln. Als Belohnung, Beruhigung oder Ablenkung spielt er im Alltag unserer Kinder eine wichtige Rolle. Manchmal fördern süsse Belohnungen ein gutes Verhalten.

 

Erinnerungen an Geburtstage oder Weihnachten sind bei uns allen eng mit Gedanken an diesen Stoff verbunden. Er ist in der einen oder anderen Form in den meisten Lebensmitteln, die in Supermärkten in verpackter Form angeboten werden, enthalten. Ob „gesunde“ Frühstücksflocken oder Fertiggerichte, er ist aus dem Alltag kaum weg zu denken.

Was die meisten Menschen nicht wissen: Zucker macht süchtig … und er schädigt uns langsam aber sicher.

 

Viele neue Studien zeigen die vernichtenden Folgen des unbewußten Zuckerkonsums. Wir müssen wissen, dass uns in den letzten 5 Jahrzehnten die Nahrungsmittelindustrie den Zucker untergejubelt hat. Ihre Vermarktungsstrategen haben es geschafft, den Zucker als gesunde Energiequelle darzustellen. Ihre Macht ist allerdings langsam aber sicher im Zerfallen.

„Zucker gibt dem Appetit eine Pause – er besänftigt den Hunger, noch dazu mit wenig Kalorien“

So subtil wie einst läuft die Werbung heute nicht mehr.

Auch heute noch nützen die Zuckerhersteller die Angst vor zuvielen Kalorien für ihre Argumentation. Die Menschen greifen immer noch zu kalorienreduzierten Lebensmitteln, die gleichzeitig fettreduziert sind, und landen dabei in der Zuckerfalle. Weil Zucker keine Nährstoffe enthält, also auch nicht satt macht, als Körperfett gespeichert wird und auf dem Weg durch den Körper die Gefäße verätzt, ist er Gift!

Welchen Einfluss hat Zucker auf unser Leben?

„Wenn nur ein kleiner Teil der Auswirkungen des Zuckers bekannt werden,

und man einen vergleich mit anderen Stoffen anstellt, die dem essen nicht zugesetzt werden dürfen,

er würde sofort verboten werden.“

 

– PROFESSOR JOHN YUDKIN, 1972

Warnende Stimmen über Zucker ertönten bereits seit Beginn der 1970-er Jahre durch John Yudkin, dem Pioneer unter den britischen Professoren. Während sich der Großteil der Ernährungs-Community auf das Fett einschoss, wunderte sich Yudkin in aller Öffentlichkeit, warum traditionelle Lebensmittel, wie Butter, die seit Jahrhunderten gegessen wurden, für die zunehmende Häufung von Herzkrankheiten verantwortlich gemacht wurden.

 

Dr. Yudkin war allein auf weiter Flur mit seiner Feststellung, dass Zucker das teuflische Gift beim Anstieg von allen möglichen Krankheiten ist.

 

Der Professor war ein Dorn im Auge der Zuckerindustrie und es gab eine weit verbreitete Kampagne um sein Werk zu diskrediitieren und ihn lächerlich zu machen.

 

Fünf Jahrzehnte später ist leider alles, vor dem Professor Yudkin gewarnt hatte, eingetreten. Zucker steht in Zusammenhang mit einer langen Reihe von gesundheitlichen Probllemen. Die wissenschaftliche Evidenz kann ganz einfach nicht mehr ignoriert werden.

Eine Gefahr für die Gesundheit

Zucker steht in einer Reihe von riesigen Gesundheitsproblemen, und die wissenschaftliche Evidenz kann nicht mehr ignoriert werden. Hier eine kurze Zusammenfassung der Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre:

 

Zucker und Herzkrankheiten:

  • Mit der Zunahme des täglichen Zuckerkonsums, steigt auch die Sterblichkeit durch kardiovaskuläre Krankheiten (1)
  • Menschen, die mehr als 10% ihrer täglichen Kalorien aus Zucker konsumieren, haben ein 30 % höheres Risiko an einer Herzkrankheit zu sterben. Menschen, die mehr als 25 % ihrer Kalorien aus Zucker konsumieren, haben ein dreifaches Risiko (2).
  • Auch ein moderater Konsum von Zucker kann über kurze Zeit erheblichen Schäden verursachen (3).
  • Täglich ein zuckerhaltiges Getränk erhöht das Risiko einer Herzkrankheit im Schnitt um 16 % (4).

Ernährungsweisen, die reich an Zucker sind, lösen viele Abnormitäten aus, die mit Herz-Kreislaufkrankheiten in Verbindung stehen, wie: erhöhte Glukose- und Insulinspiegel, Leptin Resistenz, Fettleber, und andere (5).

 

       Zucker und Krebs        

  • Erhöhte Glukose Spiegel schalten auf Wachstumssignale und ermöglichen einem Tumor das Überleben (6).
  • Lebensmittel, die zu Hyperinsulinämie (hohes Insulin) beitragen, wie verarbeiteter Zucker und Mehl, sollten aus einer Ernährung, die vor Krebs schützt, eliminiert werden (7).
  • Die Aufnahme von Zucker mit der Nahrung erhöht das Risiko der Entstehung von Brustkrebs (8).
  • In einer prospektiven Studie wurde festgestellt, dass Teilnehmer mit dem größten Zuckerkonsum (genau genommen mit Zucker gesüßte Getränke) ein größeres Risiko hatten, einen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erleiden (9).

Dazu kommen noch zahlreiche Studien, die Zucker auch mit anderen chronischen Krankheiten in Verbindung bringen, wie Altzheimer, Diabetes, Fettleber.

Macht Zucker süchtig?

Ob es die Zuckersucht gibt ist umstritten. Viele Menschen sind sicher, es gibt sie, manche glauben, wir sollten sie nicht als Sucht bezeichnen.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass Zucker und andere verarbeitete Kohlenhydrate süchtig machen können", schreibt Michael Joseph.

 

Stellen wir uns folgende Scene vor:

"Du setzt dich am Freitag Abend zu einem Film. Du hast gerade etwas gegessen uns fühlst dich angenehm satt, aber plötzlich überfällt dich ein Verlangen nach Spinat und einem Schweinekotelett. In einem hektischen Versuch, noch vor Geschäftsschluss einzukaufen, gratzt du Geld zusammen. Atemlos erreichst du das Geschäft, nimmst das Schweinekotelett, aber beim Anblick des Spinat hast du das Gefühl, einer ist nicht genug … und du kaufst drei Packungen als Belohnung.

 Zu Hause isst du alle drei Spinatpackungen samt dem Schweinekotelett auf. Danach plagen dich Schuldgefühle und verstehst nicht mehr, warum du alle drei Packungen aufgegessen hast".

 

Klingt das realistisch? Natürlich nicht. Wie wäre es, wenn wir das Wort Spinat mit Schokolade und das Wort Schweinekotelett mit Donat ersetzen würden? Wird das vorstellbar? Ich glaube schon.

 

Und so geschieht es mit Millionen von Menschen, die unter Mangel an Zucker den  starken Drang erleben, mehr davon essen zu müssen.

Was sind Anzeichen für Zuckersucht?

Es ist Gradwanderung zwischen „ein bisschen heißhungrig“ und einer Zuckersucht, wodurch so manche Ihr Suchtverhalten nicht bemerken.

 

Hier einige Hinweise auf Zuckersucht:

  • Essen, ohne es wirklich zu wollen, mit anschließenden Schuldgefühlen oder auf sich selbst angewiedert zu sein.
  • Sich Entschuldigungen zurecht legen, wie "Nur noch diese Woche, ab September ist Schluss damit“.
  • Ein Drang nach Essen, obwohl man bereits satt ist.
  • Eine große Menge Essen einkaufen und alles auf einmal aufessen.
  • Weiteressen, obwohl man schon ein unbehagliches Völlegefühl hat.
  • Alleine essen, da man nicht will, dass die Familie oder die Freunde sehen, wieviel man isst.
  • Das Essen vor anderen verstecken, Essensverpackungen und Kassenbelege sorgfältig  beseitigen, so dass andere sie nicht bemerken.
  • Anstatt die Nahrung langsam zu kauen und den Geschmack zu genießen, isst man schnell solange bis alles weg ist.
  • Essen aus einer Gefühlserregung – weggehen und Essen kaufen, weil etwas stört. Essen, damit es dir wieder besser geht.

Wenn du einige dieser Symptome erkennst, ist es möglich, dass du zuckersüchtig bist. Diese Probleme könnrn auch durch verarbeitete Kohlenhydrate entstehen, wie etwa durch Weizen, der schnell zu einfachen Zuckermolekülen im Körper verdaut wird.

Die Wissenschaft der Zuckersucht

Was spielt sich bei Zuckersucht ab?

 

Wenn Menschen etwas angenehm finden, gehen die Dopamin-Level in unserem Gehirn hoch. Dies kann man auch bei Drogen, wie Opiaten, feststellen. Das Areal im Gehirn, in dem das stattfindet ist das „Belohnungszentrum“.

 

Drogen machen süchtig, weil wir den „Wohlfühlfaktor“ wieder erleben wollen. Mit der Zeit lässt der Effekt nach, was uns veranlasst, mehr Drogen zu nehmen um denselben Effekt zu erreichen. Weitgehend unbekannt ist, dass Zucker die Dopamin Ausschüttung ähnlich wie Drogen anregt (11).

 

Zucker schießt unmittelbar in die Blutbahn und treibt die Dopaminspiegel auf die Spitze um dieses angenehme „Wohlgefühl“ auszulösen.

 

Das gilt als evolutionäre Errungenschaft, die uns vor giftigen Pflanzen geschützt hat und bei süssen Früchten ein angenehmes Gefühl auslöst. Das war bei der Nahrungssuche in der Wildnis von besonderem Nutzen, da wir die zahlreichen giftigen Pflanzen, die so reichlich in der Natur vorkamen, besser vermeiden konnten.

Der süße (und vertrauenserweckende) Geschmack von Beeren, wurde so verstärkt.

Bei den heutigen übermäßig verarbeiteten Lebensmitteln wird unser Geschmackssinn zum Verhängnis. Es ist verständlich, warum so viele Menschen Probleme mit Zucker haben. Wir sind von verzuckerten Lebensmitteln umgeben und verzweifelt auf der Suche nach dem nächsten Dopamin-Hit.

Was sagen Studien: Ist die Zuckersucht real?

Aus ethischen Gründen ist es selbstverständlich, dass wir Menschen nicht einsperren können um ihnen eine Sucht anzuhängen. Daher müssen wir uns meist auf Tierstudien stützen.

  • In Tierstudien, in denen Ratten 21 Tage lang eine Zuckerlösung verabreicht bekamen, zeigten sich erhöhte Dopamin- und geringere Acetylcholinausschüttungen (Acetylcholine sind eine Sättigungsreaktion auf Nahrung) (12).
  • Sukrose abhängige Subjekte schütten mehr Dopamin aus, haben eine herabgesetzte Sättigungs-Reaktion und bevorzugen Sukrose-haltige Speisen/Getränke im Gegensatz zu nicht Sukrose Abhängigen. Dies ist vergleichbar mit einem neurochemischen Prozess, den man bie Drogenabhängigen beobachten kann. (13).
  • Eine Studie verglich, wie sich süsser Geschmack und Cocain auf das Belohnungszentrum unseres Gehirns auswirkt. Sie fand heraus, dass sich 94 % der Tiere für gesüßtes Wasser und gegen Cocain entschieden, sogar jene, die abhängig von der Droge waren (14).

Die Zuckersuch besiegen – 5 Schritte zum Erfolg

Hast du das Gefühl zuckersüchtig zu sein? Wie kannst du diese Abhängigkeit von Zucker stoppen?

 

Leider gibt es keine schnellen Lösungen und es braucht Zeit. Die folgenden fünf Schritte können aber sehr hilfreich sein:  

 

 

Schritt Eins: sprich über dein Problem

Vor allem sollte man jemand Nahestehehnden in das Problem einweihen. Nicht mehr bei sich verstecken. Wen du informierst, liegt an dir. Es kann ein Freund sein, ein Familienmitglied, ein Lehrer oder Arbeitskollege.

 

Ein Problem, das geäußert wird, ist halb so groß. Wenn du eingestehst, dass du ein Problem hast, hast du den wichtigsten Schritt gemacht deine zuckersüße Gewohnheit zu korrigieren und den Fokus auf Gesundheit gerichtet.

 

Anstatt deine Abhängigkeit von Zuckder geheim zu halten, gehst du offen damit um und übernimmst Verantwortung für eine positive Wende.

 

Schritt Zwei: Säubere deinen Wohnbereich

Das ist der beste Weg, sich vor der Verführung durch  Zucker zu schützenh? Vergewissere dich, dass du keinen zu Hause hast! Du kannst zwar nicht dein komplettes Umfeld kontrollieren, aber dein Heim ist das einzige, das du kontrollieren kannst, mach es zu deiner Priorität.

Stelle sicher, dass es zu Hause genug Vorräte anvon gesundem Essen gibt und dass keine zuckerhaltigen Snacks dabei sind, die dich verführen.

 

Schritt Drei: Verbessere die Qualität deiner Ernährung

Den verarbeiteten Zucker wegzulassen ist nicht genug. Auch Essen mit hohem Anteil an Kohlenhyadraten, wie Reis, Brot, Pasta und Juice haben einen ähnlichen Effekt auf das Innere des Körpers. Alle diese Nahrungsmittel werden schnell zu Glukose verarbeitet.

 

Ein großer Schritt, deine Abhängigkeit von Zucker zu verringern, besteht darin, kohlenhydratarme und fettreiche Malzeiten zu planen, und dabei reichlich gesunde Fette zu verwenden.

 

Nährstoffreiche Lebensmittel versorgen deinen Körper am besten und verringern den Drang nach Zucker. Dabei ist das Kalorienzählen verzichtbar. Natürliche Fette sind gesund, machen satt und beruhigen das Belohnungszentrum.

 

Schritt Vier: Du kannst dich unterwegs nicht beherrschen? Bereite dich darauf vor.

Du bist bei einer gesunden Kost angekommen – aber nur zu Hause.

Trotz aller Bemühungen kann es vorkommen, dass du die Kontrolle über dich verlierst, wenn du an Geschäften, Bäckereien, Cafehäusern vorbei kommst, die verführerische Köstlichkeiten anbieten.

 

Was kannst du dann machen?

Nimm dir eine Menge gesunder Snacks (z.B. Nüsse) mit. Iss sie, wenn du merkst, ein Anfall isgt unterwegs.

Nimm nur soviel Geld mit in die Arbeit oder Schule, wie du tatsächlich brauchst.

Lass deine Bankomatkarte zu Hause. Wenn du kein Geld hast, kannst du keines ausgeben.

 

Schritt Fünf: Schließ dich einer unterstützenden Online Gruppe an

Eventuell brauchst du jemanden, der dir zuhört, oder eine Gruppe von Menschen – auch Fremde – mit denen du jeden Tag deine Gedanken teilst.

Menschen sind soziale Wesen und das Gespräch mit anderen kann tatsächlich Wunder wirken.

Die Zuckersucht wird mit der Zeit nachlassen. Daher eigne dir diese fünf Punkte an, bis die Maßnahmen tatsächlich greifen.

Fragen an Karen Thomson

http://www.thesugarfreerevolution.com/

 

Karen Tomson war zuckersüchtig, aber durch Umstieg auf kohlenhydratarme Ernährung mit gesunden Fetten, ist es ihr gelungen, ihre Sucht zu besiegen und ihr Leben zum Besseren zu wenden.

 

Sie setzt heute ihre ganze Leidenschaft und Hingabe ein um Menschen in der ganzen Welt zu helfen, die an Zuckersucht leiden.

 

 

 Was macht den Unterschied aus, zwischen einer einfachen Esssucht und einer vollständigen Zuckersucht?

 Karen: Jeder von uns kennt seine Süchte. Was den Unterschied angeht, zwischen einer „normalen“ Esssucht und einer suchtartigen Essgier, liegt es an den hartnäckigen Anstrengungen, um ein Verlangen zufrieden zu stellen. Wie bei anderen Süchten, wird jemand mit Zuckersucht extremes Bemühen an den Tag legen um an seine „Droge der Wahl“ zu kommen.

Dazu ein Beispiel: mein Gatte kann im Bett liegen und vor sich hinsagen: „ Ich hätte gerne eine Schokolade“ und damit ist es schon erledigt. Früher lag ich im Bett und dachte: „ich hätte gerne eine Schokolade“, nur zwei Minuten später: „Ich brauche wirklich eine Schokolade“ und wieder 2 Minuten später: „Ich muss eine Schokolade haben“, und wieder nach einer Minute sitze ich in meinem Auto, im Dukel der Nacht und im Pyjama auf dem Weg zur Tankstelle um Schokolade zu kaufen.

 

Eine vorhandene Esslust hat sich in einen Zwang verwandelt und trotz der negativen Auswirkungen auf meine Gesundheit, richtet sich mein Verlangen vor allem darauf, den Stoff  in meiner Reichweite zu haben.

 

Was ist nach deiner Erfahrung das größte Hindernis, das Menschen abhält, Zucker zu streichen?

Karen: zu glauben, dass es möglich wäre, alles in Maßen zu halten und sich beherrschen zu können. Ich weiß gar nicht, wie oft ich das als Entschuldigung von Menschen gehört habe, die "nur" einen Kuchen essen wollen. Das Problem bei einer echten Zuckersucht besteht darin, dass ein Stück Kuchen niemals genügt und mit dem Kuchen essen wir Ängste, Schuld- und Schamgefühle.

 

Das kann in weiterer Folge eine gefährliche Abwärtsspirale auslösen, in Richtung Bing-Eating. Das heißt Schuldgefühle, Scham und Angst, und dann wiederum das Verlangen nach mehr Kuchen, um diese unangenehmen Gefühle los zu werden.

 

Wenn jemand solche Gefühle hat, was kann er machen? Was ist dein wichtigster Rat an jemanden mit einer Zuckersucht?

Karen: Suche dir eine unterstützende Gemeinschaft. Du bist nicht allein. Oder mach mit bei der „Sugar Free Challenge“.

 

Um Menschen zu helfen, ihre Zuckersucht zu besiegen, leitet Karen eine „Sugar Free“ Challenge.

 

Mehr zur "Sugar Free Challenge" auf der Seite von Karen Thomson

http://www.thesugarfreerevolution.com/

Anmerkungen:

 

1.      Added sugar intake and cardiovascular diseases mortality among US adults. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24493081

 

 

 

2.      Heart and Stroke Foundation of Canada Position Statement. Sugar, Heart Disease and Stroke. http://www.heartandstroke.com/site/c.ikIQLcMWJtE/b.9201361/k.47CB/Sugar_heart_disease_and_stroke.htm

 

 

          3.       Cardiac risk factors and prevention, The wrong white crystals: not salt but sugar as aetiological in hypertension and cardiometabolic disease. http://openheart.bmj.com/content/1/1/e000167.full

 

4.      Sugar sweetened beverages consumption and risk of coronary heart disease: A meta-analysis of prospective studies.http://www.atherosclerosis-supplements.com/issues

 

5.      The Evidence for Saturated Fat and for Sugar Related to Coronary Heart Disease. http://www.onlinepcd.com/article/S0033-0620(15)30025-6/abstract

 

6.      A Sucrose-Enriched Diet Promotes Tumorigenesis in Mammary Gland in Part through the 12-Lipoxygenase Pathway. http://cancerres.aacrjournals.org/content/76/1/24

 

7.      Nutrition and cancer: A review of the evidence for an anti-cancer diet. https://nutritionj.biomedcentral.com/articles/10.1186/1475-2891-3-19

 

8.      A Sucrose-Enriched Diet Promotes Tumorigenesis in Mammary Gland in Part through the 12-Lipoxygenase Pathway. http://cancerres.aacrjournals.org/content/76/1/24.abstract

 

9.      Consumption of sugar and sugar-sweetened foods and the risk of pancreatic cancer in a prospective study1,2,3. http://ajcn.nutrition.org/content/84/5/1171.full

 

10.  Increased sugar uptake promotes oncogenesis via EPAC/RAP1 and O-GlcNAc pathways. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3871217/

 

11.  Evidence for sugar addiction: behavioral and neurochemical effects of intermittent, excessive sugar intake. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17617461

 

12.  Sucrose sham feeding on a binge schedule releases accumbens dopamine repeatedly and eliminates the acetylcholine satiety response. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16460879

 

13.  Daily bingeing on sugar repeatedly releases dopamine in the accumbens shell. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15987666

 

14.  Intense sweetness surpasses cocaine reward. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17668074

 

Bilder:

http://nutritionadvance.com/deal-sugar-addiction-expert-guide/

pixabay free images

 

 

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