CREDIT SUISSE: Fette Gewinne auch ohne Zucker?

Die Schweizer Großbank Credit Suisse, ist auf allen Kontinenten aktiv. Sie sucht Investoren und macht  zukunftsfähige Branchen ausfindig. Was man in der Forschungsabteilung der Bank weiß, wird im Gegensatz zu den Lebensmittelkonzernen in die Öffentlichkeit getragen. Die Bank fördert die Verbreitung moderner Ernährungswissenschaft. Die Schlussfolgerung: Fertiggerichte mit verarbeitetem Zucker und Kohlenhydraten sind out, die Zukunft gehört unverarbeiteten Lebensmitteln aus tierischen und pflanzlichen Quellen! Die Aktienmärkte erwarten damit „fette“ Gewinne.

Bild: Dr. Robert Lustig und Dr. Peter Attia bei der 19th Annual Asian Investment Conference in Honkong vom 5.-8. April 2016

 

Video: AIC 2016 Panel: Eating dangerously – why should you be worried about consuming fat and sugar?

Darum geht’s im Video:

Wenig Zucker, mehr Ballaststoffe: Ein Beitrag zu einem langen Leben

Für die meisten Menschen ist klar, Übergewicht ist ungesund. Aber auch schlanke  Menschen können unter einem lebensverkürzenden metabolischen Problem, wie Diabetes, leiden.

 

Darauf machen zwei führende Ernährungsexperten aufmerksam. Prof. Robert Lustig und Dr. Peter Attia schildern auf Einladung der Schweizer Großbank die Hauptursachen der weltweiten Epidemie des Übergewichts.

Wer oder was ist an dem weltweiten Elend schuld? Die Forschung nach den Ursachen bringt klare Ergebnisse hervor, die Umsetzung lässt warten. 

Zucker spielt die wesentliche Rolle, gemeinsam mit dem steigenden Konsum von pflanzlichen Ölen entsteht eine Fettansammlung in und um die Leber– sogar bei schlanken Menschen. So die Aussagen der beiden Referenten am Podiumsgespräch beim AIC 2016 (19. Asian Investment Conference vom 5.-8.. April 216 in Hongkong) zum Thema „Gesunde Ernährung“.

 

Vielleicht überraschend, aber Untersuchungsergebnisse in den USA zeigen, dass auch viele schlanke Menschen unter einem Zustand leiden, der dem „metabolisches Syndrom“ entspricht,  Prädiabetes (eine Vorstufe zu Diabetes) ähnlich ist und Herzkrankheiten auslösen kann. Tatsächlich ist meist das Übergewicht, das die  Hälfte der Bevölkerung betrifft, die Voraussetzungen für diese ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten.

 

 „Keine Frage, Menschen mit Übergewicht haben ein höheres Risiko“, sagt Robert Lustig, Professor für Kinderheilkunde, Abteilung für Endokrinologie an der University von Kalifornien. „Aber zahlenmäßig gesehen sind mehr schlanke Menschen von einer Stoffwechselstörung betroffen als Menschen mit Übergewicht, bei denen man damit rechnet.“

 

Die gute Nachricht ist, das Problem kann gemildert werden, wenn es in mittlerem Alter diagnostiziert wird. Zucker durch Ballaststoffe ersetzen – sprich, Brot statt Kuchen – und verarbeitete Lebensmittel mit zugesetztem Zucker vermeiden, kann einen großen Unterschied machen. Bedauerlicherweise bilden natürliche Süßstoffe wie Honig oder Agave Nektar keine Abhilfe. Sie sind dieselben Schadensverursacher.

 

 „Egal welche Ernährung auf diesem Planeten erfolgreich werden will, sie muss  eine zuckerarme, faserreiche Ernährung“ sein, resumiert Dr. Robert Lustig.

 

Wie alt können wir werden?

Neben der Ernährung haben auch eine Reihe anderer Faktoren Einfluss darauf, wie lange ein Mensch lebt, sagt Dr. Peter Attia, Begründer und ehemaliger Präsident der Nutrition Science Initiative.

Die Gene spielen eine groß Rolle und entscheiden mit 75 Prozent Wahrscheinlichkeit ob ein Mensch das Alter von 70 bis 80 Jahre erreicht. Ungefähr 10 Prozent haben die Chance über 90 Jahre alt zu werden, genauso sterben ungefähr 15 Prozent Wahrscheinlichkeit bereits  mit ca. 50 Jahren.

 „Du kannst das Leben verlängern, aber du musst frühzeitig damit anfangen“, sagt Attia. „Wenn du in deinem 4. oder 5. Lebensjahrzehnt ein metabolisches Syndrom hast, ist das ein Zeichen für eine Kehrtwendung.

Neben einer gesunden Ernährung erwähnt Attia Bewegung, guten Schlaf, Stress-Management als  Faktoren für ein langes Leben.

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