Wie man Low-Carb in der Familie beliebt macht und Kinder an Low-Carb und natürliches Essen gewöhnt

Libby Jenkinson ist überzeugt, dass sie in den beiden vergangenen Jahren mit ditchthecarbs.com mehr Menschen geholfen hat, ihre Gesundheit zurückzugewinnen als in ihren 25 Jahren als Apothekerin.

 

 

 

Libby Jenkinson ist von Beruf Pharmazeutin, Mutter von 3 Kindern, und die Gründerin von ditchthecarbs.com, der führenden Low Carb Website in Neuseeland und Australien.

 

Ihre Ideen sind die Basis der folgenden 10 Ratschläge.


In den Familien sind es meist die Mütter, die sich mit Ernährung auseinandersetzen und die Verantwortung dafür tragen. Wenn ein Familienmitglied von der industriellen Fast-Food Küche genug hat, kann es zu Reibereien kommen. Nicht allen Mitgliedern fällt der Abschied von gewohnten Speisen leicht. Besonders Kinder halten gerne an Gewohnheiten fest.

 

Wie schafft man es, dass vor allem Kinder richtiges Low-Carb Essen zu sich nehmen? Wie haben es andere vor uns geschafft, verarbeitetes Essen zu verringern und auf Zucker und entzündungsfördernde Öle zu verzichten?

 

1.Langsam beginnen

Das kann  nicht genügend betont werden. Ihre Familie wird nicht glücklich sein, wenn Sie über Nacht alle Schränke ausmisten und plötzlich nichts mehr übrig ist, was einmal beliebt war. Beginnen Sie bei Gelegenheit mit einer passenden Mahlzeit. Sie bereiten sich auf eine längere Reise vor, bei der es Rückschläge geben kann. Es ist besser alle an Bord zu haben, als alleine loszuziehen. Ihre Kinder kommen in die glückliche Lage mit vielen Vorzügen der kohlenhydratarmen Ernährung aufzuwachsen, womit eine Einstellung verbunden ist, die noch nicht viele Erwachsene teilen.

Jeder Tag beginnt  mit dem Frühstück. Ersetzen Sie die Getreideprodukte anfangs mit Speisen, die die Kinder lieben, wie Rühreier, Käse, Ham and Eggs, Reste vom Vortag, Würstchen, Low-Carb Smoothies oder servieren Sie ein getreidefreies Müsli. Überfordern Sie sich nicht  selbst durch besonderen Aufwand. Die neue Art zu essen muss für die Eltern passen und langfristig möglich sein. Gehen Sie nicht nur  mit Ihren Kindern sondern auch mit Ihnen selbst rücksichtsvoll um. Wenn Sie wieder eine Packung mit Getreideprodukten verbraucht haben, machen Sie nicht viel Aufhebens davon, ersetzen diese einfach nicht. Erklären Sie, dass Getreideprodukte (wie Brot, Kuchen, Müsli) eher als Nachtisch serviert werden, und dass diese in Ihrem Haushalt langfristig keine Rolle spielen sollen.

2. Wertvolle Reste

Sie werden schnell lernen die doppelte oder dreifache Menge zu kochen. Es ist nicht viel mehr Zeit und Mühe nötig, Vorräte für einige Tage anzulegen. Betrachten Sie die Reste vom Vortag in einem anderen Licht. Wozu auch ein zuckersüßes Getreidefrühstück, wenn Sie ein normales Essen am Morgen haben können? Wozu ein Sandwich, wenn vom Vortag etwas Gutes übrig ist? Reste kann man einfrieren, oder als Mahlzeit in die Schule oder Arbeit mitnehmen. Kochen Sie immer eine größere Menge und Sie sind einen Schritt voraus. Damit steht die Schuljause für die nächsten Tage bereit.

3.Weg mit dem Brot

Das ist bei Kindern erfahrungsgemäß  kein Problem. Zu Beginn versuchen Sie jede Woche 2-mal eine Jause ohne Brot einzupacken. Wenn Ihr Kind äußerst hartnäckig ist, probieren Sie es mit einer dünnen Scheibe oder einem Fladenbrot. Wahrscheinlich verliert das Brot an Bedeutung. Früher oder später kommt der Zeitpunkt, zu dem es kein Brot mehr im Haushalt gibt oder es nicht mehr gewünscht wird. Gute Alternativen zum Brot sind Salat-Wraps, Fleisch-Wraps oder low-carb Pizza-Waffeln.

4.Die gesunde Jause

Wenn eine Lunch-Box bisher aus Müsli Riegeln, Reis-Crackern oder einem Schinkensandwich bestanden hat, kann bei Ihrem Kind Frust aufkommen. Sie benötigen gute Ideen. Gehen Sie zunächst völlig neu mit Nahrung um. Ignorieren Sie die Werbung, nach denen nur verpackte Lebensmittel in Frage kommen und kehren Sie zurück zu den einfachen Speisen. Nein, es geht nicht darum Figuren von Tieren aus Käse zu schnitzen, oder Karottenblumen zu formen, wir sind alle viel zu beschäftigt. In der Hektik des Morgens haben wir keine Zeit  für derartige Späße. Wir sollen etwas zusammenstellen, von dem wir wissen, dass es gegessen wird und nicht im Mistkübel landet. Ich kann nicht genug betonen wie wichtig es ist, am Tag zuvor Vorbereitungen zu treffen damit eine gesunde Jause zusammengestellt werden kann.

5.Die Kinder einbinden

Lassen Sie Ihre Kinder mitbestimmen, was sie gerne essen möchten. Es ist überraschend, wie viel echtes Essen dabei sein wird. Ergänzen Sie das mit neuen Speisen, damit sie auch neue Geschmacksrichtungen und Zusammensetzungen kennen lernen. Laden Sie Ihr Kind zum Kochen ein, eventuell ein eigenes Rezept auszuprobieren oder ihr eigenes Kochbuch zu schreiben. Nehmen sie ihre Kinder in einen Gemüseladen mit und lassen sie es auswählen, was es gerne möchte. Vielleicht wird daraus ein neues Rezept. Das macht einfach Spaß.

6.Nur Wasser erlaubt

Ab sofort keine Limonaden, Energy-Drinks oder Fruchtsäfte mehr. Erlaubt sind höchstens zuckerfreie Eistees. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen. Meine Kinder lieben aromatisiertes Wasser, es ist bunt und macht Spaß.

7.Heikle Esser

In jedem Haushalt gibt es garantiert einen heiklen Esser. Viele Eltern haben Angst, ihr Kind bekäme zu wenig Nahrung und gestatten Einseitigkeit und Dauernaschen. Das löst aber das Problem nicht. Dadurch kommt vor den Mahlzeiten nie Hunger auf.

Das Essen ist interessanter, je mehr Hunger man verspürt. Heikle Kinder decken ihre Energie durch nährstoffarme Lebensmittel, wie Brot, gezuckertes Joghurt, Müsliriegel, Crackers oder verarbeitete Imbisse. Sie naschen andauernd und können nicht aufhören – worauf mit einfachen echten Speisen reagiert werden muss.

8. Schnellimbisse - Snacks

In modernen westlichen Kulturen geben die Menschen manchmal mehr Geld für Snacks aus als für natürliche Lebensmittel. Konservierungsstoffe haben die Aufgabe Bakterien an der Vermehrung in der Nahrung zu behindern. Wie soll sich bei dieser Nahrung eine gesunde Darmflora in unserem Körper entwickeln? Unsere Darmgesundheit hängt mit unserer Nahrung zusammen und ist für unser Immunsystem verantwortlich. Nicht nur das, auch Hormone, wie das Glückshormon Serotonin, werden von den Darmbakterien mitproduziert.

 

Wenn wir mit unseren Kindern unterwegs sind, mangelt es oft an gutem Essen. Als Realisten versuchen wir ohne Druck das Beste daraus zu machen.

Naschen kann man auch Gemüse, gesunde Dips, Eier, dünne Scheiben von kaltem Fleisch, zuckerarme Smoothies, Beeren, Sahne, Käse und viele andere Kleinigkeiten. Kinder lieben bunte Teller, wie eine  belegte Platte mit buntem Allerlei.

9.Gesunde Öle

Bitte vermeiden Sie unbedingt frittierte Speisen, wenn Sie auswärts essen. Viele Öle, die verwendet werden, sind hoch verarbeitete Pflanzenöle, wie Soja- Raps- oder Sonnenblumenöl. Pflanzenöle verändern unter Hitze ihre Zusammensetzung und können in Verbindung mit Sauerstoff (Oxidation) Entzündungen im Körper hervorrufen. Viele moderne Krankheiten entstehen durch Entzündungen, die somit durch erhitzte Pflanzenfette verursacht werden. Die Warnung „Zu fett, zu salzig, zu süß“ trifft bei Frittiertem zu. Man isst mehr als nötig, noch dazu von hochverarbeiteten Stoffen. Zu Hause haben wir Einfluss auf die Qualität von Bratenfett, wie Oliven- oder Rapsöl, Kokosöl, Butter oder Avocado-Öl. Wenn Sie aber auswärts essen, Hände weg vom frittierten Essen.

10. Der Aktionsplan

Mit Kindern machen wir nicht NO carb, sondern low carb. Der Schwerpunkt liegt auf echtem natürlichem Essen, gesunden Fetten, frischem Gemüse und Protein von guter Qualität!

 

Wir unterlassen den Konsum von süßen Getränken und Backwaren!

 

Wir kaufen einfache unverarbeitete Lebensmittel. Auch in  Supermärkten gibt es Abteilungen mit frischen Produkten!

 

Wir achten auf die Qualität von Pflanzenölen und verzichten auf Transfette, die sich häufig in Fertigprodukten und Backwaren befinden!

 

Es kommen vor allem Speisen mit hoher Nährstoffdichte auf den Tisch!

 

Wir erhöhen den Anteil an Omega-3 Fetten aus Fisch, Avocado, Fleisch und Fett von Weidetieren. Zum Anbraten sind tierische Fette, wie Butter, Butterschmalz, Schweineschmalz besser geeignet als pflanzliche Fette, da diese das Verhältnis der Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren verbessern.

 

Selber kochen und miteinander essen ist wichtig!

 

Denken Sie daran, unser tägliches Verhalten macht den Unterschied, nicht was wir uns ab und zu als Ausnahme vergönnen. Daher ist es notwendig, dass sie kohlenhydratarme Lebensmittel auf der Tagesordnung haben!

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