Krebs durch Ernährung? Wo stehen wir?

Die mediale Berichterstattung ist verwirrend. Regelmäßig wird ein Durchbruch in der Krebsforschung gemeldet. Zweifellos gibt es gezieltere Behandlungsmethoden und ein besseres Leben mit der Krankheit. Über die Ursachen wird zwar intensiv geforscht, konkrete Ergebnisse gibt es aber keine. Gene, Umwelt, seelische Konflikte, Viren, Immunschwäche, Entzündungen, Hormone… alles steht zur Disposition. Für den Betroffenen stellt sich nicht die Frage nach den Ursachen, sondern nach der besten Behandlung. Informationen aus den Internetforen und sozialen Netzwerken spielen eine große Rolle.

 

Mag. Julia Tulipan geht auf ihrem Blog www.paleolowcarb.de der Frage nach, inwieweit Krebs eine Frage des Stoffwechsels ist und ob eine low-carb Ernährung die Situation verbessern kann.

Auch auf diesem Blog wurde die Frage bereits erörtert. Die Rolle des Blutzuckers und der Stoffwechsel der Krebszellen rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Forschung. Ärzte geben Patienten bereits den Rat sich bei einer Chemotherapie „deftig“, also energiereich zu ernähren.

 

Kann es so einfach sein, dass eine kohlenhydratarme und fettreiche Ernährung die Krebszellen aushungert? In Tierversuchen kann diese Frage beantwortet werden. Die Forschung an Menschen macht Hoffnung, eine eindeutige Antwort liegt aber nicht vor. Zahlreiche Einzelfälle zeigen, dass Menschen mit einer ketogenen Ernährung (fettreich und kohlenhydratarm) die Krankheit besiegt oder zumindest eine bessere Lebensqualität erfahren haben.

 

In Ernährungsforen wie diesem, wird immer wieder auf erhöhte Werte an Blutglukose als Ursache für systemische Entzündungen hingewiesen. Daher finde ich einen Forschungsbericht, der am 11. März 2016 im Newsletter von Aponet veröffentlicht wurde, interessant.

 

Demnach haben Forscher an der Johns Hopkins Universität festgestellt, dass Krebs in einem auffälligen Zusammenhang mit Kalziumablagerungen in den Herzkranzgefäßen steht. So der Leiter der Studie, Prof. Michael Blaha:

"Plaques in den Arterien sind das Resultat von steigernden Schäden und Entzündungen. Es sei wahrscheinlich, dass die Anfälligkeit für Verletzungen und chronische Entzündungen zu Krankheiten wie Krebs, Nieren- und Lungenerkrankungen führen könne“.

 

Zur Rolle von Entzündungen Artikel von Dr. Dwight D.Lundell

 

Übergewicht, Prädiabetes, Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen haben einen auffälligen statistischen Zusammenhang mit Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten. Eine fettarme Ernährung, die zur Aufnahme vieler verarbeiteter Kohlenhydrate und Zucker führt, kommt möglicherweise als Verursacher der Epidemie von nicht ansteckenden Krankheiten in Frage. Die tatsächlichen ursächlichen Zusammenhänge sind zwar noch nicht klar. Einstweilen kann es günstig sein, diesen Verdacht im Auge zu behalten und eine Ernährung zu wählen, die eine Entzündung der Blutgefäße vermeidet.

 

Kommentar von Mag. Robert Schönauer

Artikel von Mag. Julia Tulipan

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