Weltweite Forderung: Eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke!

Eine der wichtigsten Ursachen von Übergewicht ist der Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln, vor allem von süßen Getränken, wie Softdrinks oder Energy-Drinks. Vor allem Kinder und Jugendliche sollten vom Konsum abgehalten werden. Es gibt keinen Zweifel: Zucker kann süchtig machen und Übergewicht beginnt schon im Kindesalter.

 

In Mexiko, Frankreich, Ungarn und Finnland existieren sie bereits: Steuern auf Süßigkeiten. In Südafrika hat jetzt die Regierung Pläne dazu veröffentlicht. Der Berufsverband der Diätisten in Kanada fordern sie vehement. Die British Medical Association (BMA), befürwortet eine solche Steuer in der Höhe von 20 Prozent. Ihren Schätzungen zufolge sterben in Großbritannien pro Jahr 70.000 Menschen vorzeitig aufgrund dieses ungesunden Ernährungsstils. Weltweit fordern Ärzte staatliche Maßnahmen zur Reduzierung des Zuckerkonsums.

Die Organisation "Children's Food Campaign" hat ausgerechnet, wie viel Geld die nationale Krankenkasse (NHS) in GB durch Mehreinnahmen von rund 30 Cent pro Liter zuckerhaltigem Getränk einsparen könnte. Innerhalb von 20 Jahren könnten Kosten von bis zu 420 Millionen Euro vermieden werden, weil weniger Geld für die Behandlung von Diabetes, Schlaganfällen, Herzleiden und Krebs notwendig wäre. Die zusätzlichen Einnahmen könnte man in Gesundheitsprogramme investieren.

In Fachkreisen wird die Gefahr dieser Limos mit Alkohol und Nikotin verglichen. Dementsprechend sind Werbeverbote, Warnungen auf Verpackungen und vor allem entsprechende Zuckersteuern, nach dem Vorbild von Alkohol und Nikotin, nötig. Genau wie diese müsste der Verkauf an Jugendliche kontrolliert werden.

Hingegen weisen die Hersteller süßer Getränke darauf hin, dass nicht ihre Produkte für Übergewicht verantwortlich sind, sondern ein zu viel an Nahrung und die mangelnde Bewegung. Die von ihnen geförderten Studien sollen nachweisen, dass Kalorienreduktion und mehr Bewegung fit und schlank machen.  Werbung bei Sportveranstaltungen trägt ebenso zur Verharmlosung ihrer Produkte bei.

 

Wenn das nicht funktioniert trifft jeden Einzelnen die Schuld, es liege an Willensschwäche und Bequemlichkeit jedes Einzelnen. Konzerne, wie Coca Cola und Pepsi versuchen sich rein zu waschen, indem sie Studien finanzieren, die sich mit Bewegung beschäftigen und von ihren ungesunden Produkten ablenken. Damit wollen sie jede Verantwortung von sich weisen. Ein Spiel, das langsam aber sicher zu Ende geht. Die Debatte um Zuckersteuern zeigt es.

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