Karies, eine vermeidbare Zivilisationskrankheit

Fast jeder hat sie, jeder kennt sie: Karies oder das Loch im Zahn. Solange es geht wird der Besuch beim Zahnarzt hinausgeschoben. Als Prophylaxe wird empfohlen: 2 mal jährlich zum Zahnarzt, Mundhygiene und nach jeder Mahlzeit Zähneputzen. Und trotzdem, der Verfall der Zähne lässt sich nicht verhindern, höchstens verzögern.

 

Wenn man nach den Ursachen von Karies fragt, hat die Wissenschaft eine deutliche Antwort:

 

„In unserem Mund befinden sich über 700 Arten von Bakterien. Diese Kleinstlebewesen sind für eine gesunde Mundflora nötig. Einige Bakterien ernähren sich allerdings vorwiegend von Zucker. Sie nehmen Zucker, der mit der Nahrung zugeführt wird, auf, spalten diesen und scheiden als Abfallprodukte saure Stoffwechselprodukte aus. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an, indem sie Mineralien herauslösen. Wird dieser Prozess nicht aufgehalten, entsteht irgendwann das Loch im Zahn,“ so nachzulesen auf netDoktor.de

 

Ist wirklich nur der Zucker allein der Bösewicht? Warum leiden sogar Menschen, die kaum Zucker verwenden, auch unter Karies? Wir müssen den Begriff Zucker genauer definieren. Kohlenhydrate werden bereits im Speichel zu Zucker abgebaut. Damit erklärt sich, warum Karies nicht nur vom Zucker verursacht wird, sondern eine Krankheit ist, die mit unseren Ernährungsgewohnheiten einhergeht:

Die in kohlenhydratreichen Speisen enthaltene Stärke wird bereits im Mund zerlegt und in Zuckermoleküle aufgespalten. Zuckermoleküle sind ein gefundenes Fressen für bestimmte Bakterien. Mit den von ihnen gebildeten Säuren werden die Zähne angegriffen. Die Ursache von Karies ist das Überhandnehmen von bestimmten Bakterien, die sich durch kohlenhydratreiche Ernährung vermehren und andere Bakterien verdrängen. Zähneputzen kann zwar die Folgen dieser einseitigen Ernährung bekämpfen, die Ursache, permanent eine ungesunde Bakterienflora zu züchten, leider nicht verhindern. Dieses Prinzip wird jeder Zahnarzt bestätigen.

Archäologische Funde von Jägern- und Sammlern aus der Steinzeit lassen uns erstaunen: die am besten erhaltenen Körperteile dieser Menschen sind die Zähne. Diese sind durchwegs gesund und frei von Karies und Zahnverfall. Sogar noch bei älteren Menschen. Ihre Ernährung war arm an Kohlenhydraten und reich an Protein und Fett.

 

Weston A. Price, ein Zahnarzt, bereiste in den 30-Jahren des vorigen Jahrhunderts Kulturen, die noch mit keiner modernen westlichen Ernährung in Berührung gekommen waren. Wenn sich in der Folge ihre Ernährung auf Getreide- und Zuckerbasis durchsetzte, stellte er gleichzeitig Zahnverfall fest.

„Als Dr. Price die Nahrungsmittel der isolierten Kulturen analysierte, entdeckte er, dass sie im Vergleich zur amerikanischen Ernährungsweise seiner Tage mindestens viermal mehr wasserlösliche Vitamine, Kalzium und andere Mineralien, und mindestens zehnmal die Menge an fettlöslichen Vitaminen enthielten. Die fettlöslichen Vitamine wurden aus tierischen Produkten, wie Butter, Fischeiern, Schalentieren, Innereien, Eiern und tierischen Fetten bezogen – alle cholesterinreiche Lebensmittel, die von der amerikanischen Population als ungesund vermieden werden.“

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http://www.westonaprice.org/translations/principles-of-healthy-diets-german-translation/#sthash.zdb9EMVz.dpuf

Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass die Zusammensetzung unserer Nahrung insgesamt die Ursache für Karies ist. Eine Nahrung, die Getreideprodukte und andere stärkehaltige Lebensmittel weitgehend vermeidet, schont auch die Zähne.

 

Wie sagte mein Zahnarzt einmal, als ich von LCHF noch keine Ahnung hatte?

„Essen sie nicht so viel Zucker, putzen Sie drei Mal am Tag die Zähne und kommen Sie in einem halben Jahr wieder“.

Seit meiner Umstellung auf LCHF Ernährung hat mein Zahnarzt noch kein einziges Loch gefunden. Und das schon seit 8 Jahren. Als ich zuletzt um einen Kontrolltermin anfragte, sagte er:

„Ich glaube, bei Ihrer Ernährung ist eine Kontrolle nicht eilig!“

 

 Wenn das Schule macht, wie viele Zahnärzte brauchen wir dann noch?

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