US-Ernährungsempfehlungen: „Ein Rezept für die Katastrophe“ und „Eine Zone ohne Beweis“

Sind die neuen amerikanischen Ernährungsempfehlungen tatsächlich eine „beweisfreie Zone“? Ein Streit unter Wissenschaftlern ist entbrannt, denn die Empfehlungen für die Jahre 2015 – 2020 enthalten immer noch Warnungen vor gesättigtem Fett.

Foto: Pixabay

"Cholesterol is no longer a nutrient of concern" - Cholesterol gilt nicht mehr als besorgniserregender Nährstoff!

Darf man Eier mit gutem Gewissen essen? JA und NEIN in einem, wenn es nach den amerikanischen Ernährungsleitlinien geht.

 

 

 

 

 


Mit zäher Verbissenheit wird von offizieller Seite an Warnungen vor Cholesterol festgehalten. Gleichzeitig wird zum Ausdruck gebracht, dass Cholesterol nicht mehr unter die besorgniserregenden Nährstoffe fällt („no longer a nutrient of concern“). Wer kann das noch verstehen? Ernährungsforscher, die eine wissenschaftliche Evidenz hinter diesen Richtlinien suchen, schütteln den Kopf. Der bekannte Kardiologe Univ.-Prof. Dr. Steven E. Nissen, Abteilungsvorstand an der Cleveland Clinic Ohio, brachte dieses Wirrwarr kürzlich in dem prestigeträchtigen Wissenschaftsjournal „Annals of Internal Medicine“, auf den Punkt: die Ernährungsratschläge sind schlicht und einfach „eine Zone ohne Beweis“!

Die Debatte hat bereits führende Wissenschaftsjournale und auch auflagenstarke Massenmedien im angloamerikanischen Raum erfasst. Sie zeigt, wie wenig die Ernährungsrichtlinien von guter Wissenschaft geleitet werden und wie sehr sie von Interessensgruppen (big food, big pharma) beherrscht werden.

 

Es ist an der Zeit, die Phobie vor gesättigtem Fett und Cholesterol abzulegen. Für dieses Relikt einer vergangenen Zeit fehlt jede Basis.


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