FETT: Das neue Gesundheitsparadigma  der CREDIT SUISSE

Diese Studie der Schweizer Großbank Credit Suisse überrascht die Institutionen, die für Gesundheit und Ernährung zuständig sind. Ihr Research Institut hat ein ganzes Jahr die Studienlage zum herrschenden Ernährungswissen  untersucht und kam zum Schluss, dass wir vor einem Paradigmenwechsel stehen.

Deutsche Kurzfassung: www.credit-suisse.com

Englische Langfassung: Fat: The New Health Paradigm

 

1.      Zusammenfassung der Studie

2.      Was ist ein Paradigma?

1. Zusammenfassung der Studie

Es genügt schon  die ersten beiden Seiten der Einleitung und die Zusammenfassung zu lesen. Die Zukunftsforscher erarbeiten aus 400 modernen Forschungsarbeiten, welche Ernährung nützt und ob die heutige westliche Ernährungsweise auf wissenschaftlicher Evidenz basiert. Das Ergebnis:

1. Fett ist ein unersetzlicher Teil der Ernährung. Studien, die Fett oder Cholesterol in Lebensmittel für gefährlich halten, sind unter heutigem Aspekt nicht haltbar. Die weltweite Nachfrage steigt bis zum Jahr  2030 um 43 %.


2. Kohlenhydrate sind nachweislich die Hauptverursacher für die Ausbreitung von Übergewicht und Diabetes. Diese Einsicht ist im Wachsen. Der Konsum von Kohlenhydraten wird bis 2030 weltweit um 8,3 % zurückgehen und das trotz Bevölkerungswachstums!


3. Das Institut kommt zum Schluss, dass die Mehrheit der Ernährungsexperten und Ärzte in Fragen der Ernährung nicht auf dem neuesten Stand sind und vor allem bei Fett und Cholesterol veraltete Vorstellungen haben. Es ist nachweislich falsch, Herz-Kreislauf-Krankheiten mit Nahrungsfett und Cholesterol in Verbindung zu bringen. Moderne Forschung wird zu wenig beachtet. Erst wenn eine Mehrheit der Experten von den neuen Studien überzeugt ist, wird sich der Wandel in größerem Rahmen vollziehen.

 

4. Daher wagen die Schweizer Forscher die Voraussage: mehr Investitionen in Fett und Reduktion der Kohlenhydrate sind auf dem Weg. Für das Wohl jedes einzelnen und auch das der Anleger.

2. Was ist ein Paradigma?

Die Forscher verwenden den Begriff „Paradigma“ im Sinne von Thomas S. Kuhn zum Verständnis einer wissenschaftlichen Revolution. Auf Phasen der Ruhe folgen Phasen der wissenschaftlichen Umwälzung. Eine Revolution geht nach Kuhn mit einem Paradigmenwechsel einher. Entgegengesetzte Paradigmen sind nicht mit den gleichen Begriffen messbar.

Ein Paradigma ist für Lehre und Forschung   unverzichtbar. Problemlösungen, ob in Politik, Wirtschaft oder Gesundheit, orientieren sich an dem herrschenden Paradigma. In Normalzeiten wird das Hinterfragen des Paradigmas vernachlässigt. Was passiert aber, wenn neue Probleme im Rahmen dieses Paradigmas nicht mehr gelöst werden können? Wenn sich herausstellt, dass die Landkarte, auf der man unterwegs ist, falsch ist? Wenn man nicht ans Ziel kommt und sich nur noch im Kreis bewegt?

Dann beginnen Experten und Laien die Grundlagen in Frage zu stellen. So auch das Research Institut der Credit Siusse mit der Schlussfolgerung, dass wir in Fragen „welche Ernährung ist gesund“ vieles neu denken müssen, was in den vergangenen Jahren für gesichertes Wissen gehalten wurde. Damit kündigt sie eine Revolution mit einem Paradigmenwechsel an.

 

 Ein Paradigma ist nicht endgültig und unfehlbar! Ein Paradigma ist der aktuelle Stand der Forschung und gelebte Praxis, die sich durchgesetzt hat. Wenn es ein moderneres Gebäude gibt, das den Bedürfnissen besser entspricht, lohnt es sich umzuziehen und das alte abzureißen. Wie schon oft in der Geschichte: Die Erde ist keine Scheibe und steht nicht im Mittelpunkt des Alls. Bis alle Karten neu gezeichnet werden und sich die Wissenschaft neu orientiert, vergehen Jahre und Jahrzehnte.

 

In der Ernährungsfrage stehen grundsätzliche Debatten bevor, die ganz normal sind, wenn ein Paradigma durch ein neueres, besseres, ersetzt wird und damit der Weg für eine "Köstliche Revolution" frei wird.

 

Diese Studie fand in deutschsprachigen Medien laut google nur im österreichischen Kurier ihren Niederschlag:

kurier.at

Die englischen Medien sind schon etwas zahlreicher:

Bloomberg Business: No Bread, Please, Just Pass the Butter as Fat Demand to Soar

PRNewswire: Credit Suisse Publishes Report on Evolving Consumer Perceptions about Fat

 

Bildnachweis:

"Fat" und "Getreidefeld" Andreas Eenfeldt. www.kostdoktor.se

"Problem Solving":https://pixabay.com/de/photos/?image_type=&cat=&min_width=&min_height=&q=paradigma&order=popular

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