Fettarme Ernährungspropaganda in Auflösung!

"Aus historischer Perspektive wird man die fettarme Ernährung als die übelste Modediät der Geschichte der Menschheit betrachten!"

Schreibt Dr. Joe Kostrich in WAtoday: Low-fat lie one big diet cover-up.
Er stützt seine Behauptung auf zahlreiche aktuelle wissenschaftlichen Studien und auf das Versagen der fettarmen Ernährungsratschläge der vergangenen 30 Jahre, sowohl aus Sicht der Wissenschaft als auch der Praxis.

Hier der Originalartikel, ins Deutsche übersetzt:


Die Low-Fat Lüge, eine große Blase: von Dr. Joe Kosterich

Originaltitel: Low-fat lie one big diet cover-up.

Übersetzt von Robert Schönauer, 10.12.2015

 Dieser Artikel erschien in WAtoday, November 26, 2015

 

Man würde meinen, die wesentlichen Empfehlungen zu Ernährung  und Gesundheit (gemeint ist  die fettarme Ernährung) wären vor der Veröffentlichung einer strengen Überprüfung unterzogen worden. Leider, diese Ansicht stimmt nicht

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Auf der Suche nach den Hintergründen einer Meldung „Speck und rotes Fleisch verursachen Krebs“ entdeckten Wissenschaftler im UK, dass der Einsatz von pflanzlichen Ölen, wie Sonnenblumenöl, giftige Chemikalien hinterlässt, sogenannte „Aldehyde“, die ihrerseits das Risiko für Krebs, Herzkrankheiten und Demenz erhöhen können. Als gesündestes Öl für die Küche erwies sich Kokosöl, Butter landete auf  Platz 2, Olivenöl an 3. Stelle.

 

Wie konnte uns eingetrichtert werden, dass gesättigtes Fett schädlich sei?

Das Britisch Medical Journal veröffentliche einmal mehr eine Studie, die die fettarmen Ernährungstheorien entlarvt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die fettarmen Ernährungsempfehlungen zu keiner Zeit irgendeine  Basis hatten.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Es gab zu keiner Zeit eine wissenschaftliche Basis für die Empfehlung einer fettarmen Kost. Um die Wissenschaftler zu zitieren: „Ernährungsempfehlungen wurden erlassen… in Abwesenheit von unterstützender Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien“

 

Das Beste, was aufzutreiben war, waren Studien an 2647 Personen, von denen die Hälfte niedrigere Cholesterolwerte hatte. Aber, darin liegt das große Aber, es gab keinen Unterschied bei den Fällen von Herzkrankheiten oder Sterblichkeit zwischen den Gruppen mit niedrigerem oder höherem Cholesterol.

In den 1970-er Jahren wurde einer Studie sehr große Bedeutung beigemessen, die zeigte, dass fettreduzierte Ernährung die Cholesterol Werte senkte, im Vergleich zu einer anderen Gruppe, die sich „normal“ ernährte. Jedoch hatte die fettarm ernährte Gruppe eine höhere Sterblichkeitsrate. Obwohl die Gesamtzahl der Teilnehmer gering war, wurde diese Studie eine Grundlage für die Verbreitung der fettreduzierten Ernährung, mit der Empfehlung, das Cholesterol zu senken und damit Herzkrankheiten zu verringern.

 

Dazu ein Zitat von Milton Friedman: „Einer der größten Fehler ist es, Maßnahmen und Programme eher nach ihren Absichten als nach ihren Ergebnissen zu beurteilen“

 

Die große Zeit für die Unterstützer des „Fett Ist Böse“ Mantras ist im Schwinden. Vor einem Jahr erregte das TIME Magazin mit dem Aufmacher Aufsehen: „Eat Butter - Scientists labeled fat the enemy. Why they were wrong.“ (Esst Butter – die Wissenschaftler erklärten Fett zum Feind. Warum sie falsch lagen).

Das war vorausschauend. Zu Beginn dieses Jahres wurde Cholesterol von der Rolle eines „besorgniserregenden Nährstoffs“ befreit. Der Autor: das mächtige US Dietary Guidlines Advisory Committee (Beratungsorgan zur Herausgabe der amerikanischen Ernährungsrichtlinien). Weitere Einschränkungen wurden aus den Richtlinien gestrichen, wie z.B. Aussagen, welche Menge Fett Teil einer gesunden Ernährung sein dürfe.

 

Die Ernährungsrichtlinien werden in den USA alle fünf Jahre auf den neuesten Stand der Wissenschaft gebracht. Hierin heißt es aktuell: „Die Reduktion der Fettmenge insgesamt (das überwiegende Ersetzen des Fettanteils durch Kohlenhydrate) verringert das  CVD (Herzkreislauf) Risiko nicht…. Ernährungsrichtlinien sollten den Schwerpunkt auf die Optimierung der Qualität des Nahrungsfetts legen und nicht auf die Reduktion des Fetts in seiner Gesamtheit.“

Mit anderen Worten, fettarme Lebensmittel, bei denen Fett durch Zucker ersetzt wurde, sind out!

Studien haben wiederholt gezeigt, dass kein Zusammenhang zwischen Nahrungsfett und jeglicher Art von Erkrankung besteht. Die einzige Art einer Ernährung, die immer wieder eine positive Wirkung zeigt, ist eine mediterrane Ernährung.

 

Das Journal of the American Medical Association (YAMA) kommt ebenfalls zum Schluss: „Auf der Grundlage von jahrelangen unangemessenen Botschaften über die Menge an Gesamtfett, zeigt eine Gallup-Umfrage aus dem Jahre 2014, dass eine Mehrheit der US Bürger weiterhin versucht, Fett zu vermeiden, während eindeutig zu viele verarbeitete Kohlenhydrate gegessen werden.“

 

Dieses Zitat hat für alle westlichen Länder Gültigkeit. Die zu Jahresbeginn erlassenen Ernährungsrichtlinien für Australien klammern sich auch weiterhin an der Mär vom bösen Fett.

 

Der YAMA Autoren haben einen differenzierten Blick: „Es ist höchste Zeit für die Herausgeber der amerikanischen Ernährungsrichtlinien (Department of Agriculture and Department of Health and Human Services) korrekte Hinweise in öffentlichen Gesundheitsinformationen zu verlautbaren, sowie andere Bildungsanstrengungen zu unternehmen, damit den Menschen geholfen wird, zu verstehen, dass die Beschränkung der Gesamtmenge Fett, einschließlich eine Begrenzung von 35 Prozent der Kalorien aus Fett, keine gesundheitlichen Vorteile bringt.“

Aus historischer Perspektive wird man die fettarme Ernährung als die übelste Modediät ansehen!

 

Folgende Publikationen sind frei zugänglich und werfen ein schlechtes Licht auf die Low-Fat Lüge:

The Daily Beast - Everything you know about fat is wrong
Time Magazine - Ending the war on fat
Washington Post - Cholesterol in the diet
British Medical Journal - Open heart
Washington Post - Feds poised to withdraw longstanding warnings about dietary cholesterol
Journal of the American Medical Association - Lifting the Ban on Total Dietary Fat
New York Times - It's the sugar folks?
The Telegraph - Cooking with vegetable oils releases toxic cancer-causing chemicals

 

Mehr über Dr. Joe Kosterich unter www.drjoetoday.com

Dr. Joe Kosterich ist Blogger und regelmäßiger Kommentator von Gesundheitsthemen im australischen Radiosender Radio 6PR. Dieser Artikel erschien in WAtoday

 

Übersetzt aus dem Englischen von Robert Schönauer

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