Fett ist gesund, aber welches...?

Fett gilt in der Ernährungsberatung als schädlich. In diesem Blog zeigen wir, dass diese Verurteilung gründlich daneben gegangen ist. In vielerlei Hinsicht. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass erst die Verbreitung der Fettangst eine Pandemie von außergewöhnlichem Ausmass ausgelöst hat: 38 % der US-Bürger sind fettleibig, fast zwei Drittel übergewichtig und nur weniger als ein Drittel normalgewichtig. Alle europäischen Staaten sind auf diesem Weg.

Über die Bedeutung der Fette für unsere Gesunheit spricht die Hamburger Ärztin Dr. Anne Fleck im fogenden Video.

Bild©Robert Schönauer

 


Wie ist es möglich, dass der Genuss von tierischem Fett gesund ist, dauerhaft Energie bereitstellt und wichtige Nährstoffe liefert? Hingegen Körperfett die Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten ist?

 

Körperfett ist nicht gleich Nahrungfsfett.

Der Anteil von Fett im Körper sollte nach Gallangher u.a. (in: American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 72, Sept. 2000) im mittleren Alter bei Frauen  etwas über 23 %, bei Männern etwas über 11% liegen. Bei Profisportlern und Bodybuildern kann er durchaus weniger sein. Mit dieser Menge kann der körpereigene Stoffwechsel haushalten. Sie ist ausreichend für die Herstellung wichtiger Bausubstanzen und Botenstoffe, sowie die Bereitstellung von Energie.

Zu viel Körperfett schadet, sicher nicht merkbar und sofort, sondern unmerklich auf lange Zeit. Wir kennen Berichte, dass jeder Zweite Anzeichen einer Fettleiber aufweist, die meist eher mit den Ernährungsgewohnheiten zu tun hat, mit dem Alkoholkonsum.

 

Die Fettangst macht fett: Kohlenhydrate sind die Übeltäter

Das schädliche Körperfett hat die Menschen zu dem Irrglauben verleitet, dass auch das Fett aus tierischer Nahrung Schuld am Übergewicht trägt. Leider ein Irrtum mit schwerwiegenden Folgen. Dennoch leicht aufzuklären: Kohlenhydrate, als Ersatz für Fett gegessen, werden zuerst in Glukose (Traubenzucker) umgewandelt und als solche den Zellen als Baustein und Brennstoff zur Verfügung gestellt. Die übergroße Menge, vor allem an verarbeiteten Kohlenhydraten (siehe Fertiggerichte), die in unsere Kultur Eingang gefunden haben, können von Muskeln und Organen nicht genutzt werden. Die „fetten“ Zeiten sind vorbei und die Glukose muss in „mageren“ Zeiten gespeichert werden. Der Volksmund hat die richtigen Begriffe gefunden. Der Körper reagiert, wie er es in der Evolution gelernt hat und wie es in der Sprache zum Ausdruck kommt: er speichert die magere, nährstoffarme Energie als Körperfett.

 

Nährstoffdichte ist gefragt, nicht leere Kalorien

Wollen wir also das überschüssige Körperfett loswerden, müssen wir Kohlenhydrate einsparen! Für die Versorgung mit Nährstoffen und Energie ist Fett und Protein (Eiweiß) ohnehin viel besser geeignet. Das ist eine Anpassung unserer Gene an das wechselnde Nahrungsangebot – erst wenn die rasch verfügbare Energie aus Kohlenhydraten fehlt, bedient sich der Stoffwechsel am Fett. Die Verdauung und Verbrennung arbeitet besser, wenn mit der Nahrung auch Fett aufgenommen wird.

Dazu muss man wissen, dass Kohlenhydrate bedeutend weniger Nährstoffe enthalten. Um den Körper gut zu versorgen, muss daher die Menge gesteigert werden. Das wiederum mit Folgen für den Zuckerstoffwechsel und Übergewicht.

Abnehmen durch Kalorienentzug kann daher auch nur für begrenzte Zeit funktionieren. Wenn dabei die gegessenen Kalorien weiterhin überwiegend aus Kohlenhydraten bestehen, treffen merkwürdige Abläufe aufeinander: 1. Brennstoffmangel 2. Nährstoffmangel 3. Hunger mit allen Folgen. Daher ist es nicht klug mit Kalorieneinschränkungen abzunehmen, auch wenn es vorübergehend funktioniert. Längerfristig verlangt der Körper nach gut verwertbaren Nährstoffen. Diese sind in tierischen Lebensmitteln ausreichend vorhanden und auch für unsere Biologie besser verwertbar, als jene in pflanzlichen Lebensmitteln.

 

Eine neue Pandemie mit unüberschaubaren Folgen

Somit hat  die Verbreitung der Fettangst eine Pandemie von außergewöhnlichem Ausmaß ausgelöst: 38 % der US-Bürger sind fettleibig, in manchen Regionen fast zwei Drittel übergewichtig und nur ein Drittel normalgewichtig. Alle europäischen Staaten sind auf diesem Weg.

In Deutschland und Österreich gilt ebenso die Hälfte der Bevölkerung als übergewichtig, eine Zahl die im Jugendalter noch nicht so auffällt, in höherem Alter aber erschreckend zunimmt. Übergewicht ist bereits der Normalzustand der älteren Generation. Da die allermeisten traditionellen Ratschläge zur Gewichtsbegrenzung wirkungslos sind, finden sich die Menschen mit ihrem Gewicht ab und erklären es zum Wohlstandbauch.

Das geht soweit, dass einige Kilo Übergewicht oder eine Fettansammlung um Bauch und Hüfte als eiserne Reserve angesehen werden. Nur, diese Notstandsrücklage ist überflüssig. Im Gegenteil, sie ist meist die wirkliche Ursache von zivilisationsbedingten Krankheiten.

Übergewicht und Fettleibigkeit stehen in auffälligem Zusammenhang mit nicht übertragbaren Krankheiten. Am deutlichsten ist dieser Zusammenhang bei Diabetes Typ-2 und Herz-Kreislaufkrankheiten. Den Fortschritt in der Medizin verdanken wir der Hygiene, den Operationstechniken und dem Einsatz von antibiotischen Medikamenten. Auf der Stelle getreten, ja sogar einen Rückschritt, erlebten wir in Fragen der Ernährung.

 

Wenn Sie wirklich etwas für Ihre Gesundheit tun wollen um dem Gesundheitssystem öfter zu entkommen, gibt es nur eine Vorsorge: Ersetzen Sie die Kohlenhydrat durch gesunde, natürliche Fette!

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